Montag, 29. Juni 2009

Tourette-Syndrom Tic Störung

Gilles-de-la-Tourette-Syndrom was ist das?

Hier ein kurzes Einführungs-Video:



Wann handelt es sich um einen Tic, den man unbedingt therapieren sollte?

Bei chronisch motorisch vokalen Tics die mindestens ein Jahr andauern, multiple motorische Tics (Gilles-de-la-Tourette-Syndrom) und bei den Erscheinungsformen komplexer Tics: Echolalie, Koprolalie und Palilalie.

Koprolalie = Verwenden von obszöner oder Fäkalsprache
Kopropraxie = Obszöne Gesten
Echolalie = Nachplappern von Wörtern
Echopraxie = Nachahmen von Gesten und Bewegungen
Palilalie = Krankhafter Zwang eigene Sätze und Wörter wiederholt zu sprechen

Und welche Therapieformen werden bei Tics empfohlen?


Ganz milde, vorübergehende Tic-Störungen werden meist nicht oder nur mit unspezifischen psychotherapeutischen Techniken behandelt (zum Beispiel Klärung familiärer Probleme). Besteht die Symptomatik fort, beginnt die Behandlung mit der Information und Beratung. Wichtig ist es spezifische Belastungssituationen zu erkennen und gezielte Bewältigungsstrategien zu entwickeln, zu denen auch Entspannungstechniken gehören.
Die medikamentöse Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Tic-Störung. Das Mittel der Wahl ist derzeit Tiaprid. Neuroleptika kommen erst als Medikamente zweiter Wahl als Augmentation in Betracht.
Möller, Laux, Deister/ Psychiatrie und Psychotherapie-Seite 442


Hypnose-Therapie kann hier ebenfalls sehr hilfreich sein.
Werner J. Meinhold/ Das grosse Handbuch der Hypnose- Seite 645
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