Montag, 11. August 2008

Der Raikov-Effekt

Mary verdankte ihre überraschend schnell erworbenen Violinkünste dem Raikov-Effekt. Der sowjetische Psychiater Dr. Vladimir Raikov entwickelte eine Methode, die "künstliche Reinkarnation" genannt wird. Dabei versetzt er Menschen in tiefe Hypnose, um sie glauben zu lassen, sie seien tatsächlich zu einem grossen Genie der Geschichte geworden.
Wenn er jemanden zum Beispiel als Rembrandt "reinkarnierte", konnte der- oder diejenige plötzlich sehr geschickt zeichnen. Nach der Rückkehr aus der Hypnose hatten die Rainkarnationskandidaten keine Erinnerung mehr an ihre Existenz als Rembrandt. Manche spotteten ungläubig, wenn man ihnen die Kunstwerke zeigte, die sie unter Hypnose angefertigt hatten.
Raikov demonstrierte, dass die Begabungen, die unter Hypnose freigesetzt worden waren, nach den Sitzungen anhielten, auch wenn die Kandidaten nicht länger daran glaubten, sie seien Rembrandt (oder wer auch immer). Dieser bleibende Effekt machte aus Raikovs Methode mehr als nur eine experimentelle Kuriosität - sie wurde vielmehr ein Instrument für beschleunigtes Lernen.

Quelle: Win Wenger, Richard Poe "Der Einstein Faktor"


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