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Samstag, 5. September 2009

Depressionen werden oft durch existenzielle Veränderungen ausgelöst

Depression
aus dem lateinischen übersetzt: deprimere, depressus - niederdrücken, herabziehen

Definition
Die Depression ist eine affektive Störung, die insbesondere durch gedrückte Stimmung, Interesseverlust, Antriebslosigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit gekennzeichnet ist.


Hier einige Eindrücke in die Welt der Depression "Ich wollte nicht mehr aufstehen" eine Doku, neue Forschung gegen die Depression:






Epidemiologie
Etwa 5–12% (Männer), 10–25% (Frauen) leiden mindest einmal im Leben an einer Episode einer depressiven Erkrankung.
Erstmanifestation gehäuft zwischen 18. u. 25. Lebensjahr, Häufigkeitsgipfel im 3. Lebensjahrzehnt. Aber an Depressionen können Menschen jeder Altersgruppe, von Kindern bis Hochbetagten, erkranken.
Bemerkenswert etwa 50% der Depressiven konsultieren keinen Arzt, etwa 50 % der Depressionen werden vom Allgemeinarzt nicht erkannt.

Ursachen
Die Affektiven Störungen haben nicht eine einzelne Ursache, meisten sind sie multfaktoriell, genetischer, neurochemischer, psychologischer und sozialer Faktor.
Manchmal setzt sich das als ein komplexes Puzzle zusammen und jedes Jahr werden in der Forschung neue Puzzelteile entdeckt.

Leitsymptome depressive Episode
  • Schlafstörungen
  • gedrückte Stimmung
  • Konzentrationsstörungen
  • Suizidgedanken
  • Müdigkeit
  • Appetitstörung
  • Hoffnungslosigkeit
  • Wahnideen
  • Suizidversuche
  • Interesse- und Initiativeverlust
  • Angst, Hoffnungslosikeit
  • innere Unruhe
  • Grübeln
  • Vitalstörungen
Bei depressiven Menschen besteht ein ausgeprägtes Suizidrisiko.
15% der Patienten mit schweren depressiven Störungen begehen Suizid, 20 - 60% weisen Suizidversuche in ihrer Krankheitsgeschichte auf, 40 - 80% leiden während einer Depression an Suizidideen.

Ausgeprägtes Suizidrisiko
Viele Antidepressiva wirken erst nach mehreren Tagen oder Wochen, weil die Anpassung des Hirngewebes eine gewisse Zeit beansprucht.
Wenn sie zu wirken beginnen, setzt die antriebssteigernde Wirkung meist vor der stimmungsaufhellenden ein.
Das bedeutet, der Patient ist stimmungsmässig noch „im
Keller“, besitzt aber bereits genügend Antrieb, um sich umzubringen. In dieser Phase besteht die größte Suizidgefahr, und der Patient muss deshalb während dieser Zeit besonders gut betreut werden.
Quelle: Online-Studium Psycho-Pathologie www.hpz.com


Therapie
Antidepressiva, ggf. in Komb. mit Neuroleptika, Psychotherapie, Verhaltenstherapie, interpersonelle Psychotherapie, bei schwerer Depression mit Suizidgefahr oder psychotischen Symtomen stationäre Therapie; bei therapieresistenter Depression. ggf. Versuch mit Tiefenhirnstimulation, Vagusstimulation oder Elektrokrampftherapie

Quelle: Psychorembel klinische Wörterbuch, Psychiatrie und Psychotherapie Hans-Jürgen Möller, Gerd Laux, Arno Deister, Online-Studium Psycho-Pathologie Hans-Peter Zimmermann

Präventionsmöglichkeiten siehe auch folgende Beiträge:

Montag, 20. Juli 2009

Vera F. Birkenbihl über Heilung 2. Teil

Fortsetzung Teil 3 und 4 von Vera F. Birkenbihl über Heilung und Lernen:

Warum sind die Leute bei Chemo-Therapie so deprimiert?



Wofür kann ich dankbar sein?



Der Erfolgskurs von Vera F. Birkenbihl (Bestseller)

::

Donnerstag, 16. Juli 2009

Vera F. Birkenbihl über Heilung

Empfehlenswerter Beitrag von Vera F. Birkenbihl über Heilung und Lernen:
Was wollen wir ganz machen?



Warum ist unser Gehirn zum lernen gedacht?



Fortsetzung: Teil 3 und 4 folgt demnächst


Der Erfolgskurs von Vera F. Birkenbihl (Bestseller)
::

Montag, 6. April 2009

Johaniskraut

Ist gegen den Winter-Blues ein Kraut gewachsen?
Über die Heilpflanze Johanniskraut - ein Beitrag im Bayerischen Rundfunk von Arzt Siegfried Bäumler


Montag, 29. Dezember 2008

Psychopharmaka - Antidepressiva


Antidepressiva werden in der Regel angewendet bei:
Antidepessiva wirken in erster Linie
  • stimmungsaufhellend
und zusätzlich
Viele Antidepressiva wirken erst nach mehreren Tagen oder Wochen, weil die Anpassung des Hirngewebes eine gewisse Zeit beansprucht.
Wenn sie zu wirken beginnen, setzt die antriebssteigernde Wirkung meist vor der stimmungsaufhellenden ein.
Das bedeutet, der Patient ist stimmungsmässig noch „im
Keller“, besitzt aber bereits genügend Antrieb, um sich umzubringen. In dieser Phase besteht die größte Suizidgefahr, und der Patient muss deshalb während dieser Zeit besonders gut betreut werden.
Quelle:Online-Studium Psycho-Pathologie www.hpz.com

Meine Mutter erleidet nach dem Tod ihres Sohnes, meinem Bruder, und kurze Zeit darauf den Tod ihres Freundes, eine länger andauernde Depression. In dieser Zeit hat sie es kaum aus dem Haus geschafft, alltägliche Arbeiten konnte sie kaum mehr alleine erledigen. Deswegen war sie auch in psychiatrischer Behandlung.
Einige Monate darauf erlebte sie eine richtige Manie: Sie war überhaupt nicht mehr zu erkennen, war recht überkandidelt, reiste quer durch die ganze Schweiz. In dieser Zeit erhielt ich sehr viele Briefe und Telefonanrufe; ich war dann nicht mehr ihr Sohn, sondern ihr bester Freund.
Die Manie hielt einige Monate an. Danach verfiel meine Mutter wieder in eine langanhaltende Depression; aus der sie leider nie mehr heraus fand. Sie verweigerte Nahrung und wollte Sterben. Darauf wurde sie in eine Klinik eingewiesen, wo sie sich dann kurze Zeit später auch das Leben nahm.
Ich habe das nie genau überprüft, kann mir aber gut vorstellen, dass sie in einer Phase des Umbruchs war.
Im unten eingefügten Video kannst Du Dir ein Bild darüber machen, wie so ein Umbruch aussehen könnte.

Auf ZDF gibt es eine Liste aus nicht oder nicht mehr zugelassener Medikamente, zusammengestellt von Jörg Schaaber von "Gute Pillen, schlechte Pillen"